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Immobilien- und Sachverständigenbüro Oldenburg 

Schimmelpilze

Zu den Schimmelpilzen werden Pilze gerechnet, die typische Pilzfäden und winzige, nur unter dem Mikroskop sichtbare Sporen ausbilden. Schimmelpilze gehören zu unserer natürlichen Umwelt. Sie sind an der Zersetzung von organischem Material beteiligt und spielen damit eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur. Die Sporen von Schimmelpilzen sind daher allgegenwärtig, unter anderem im Boden und in der Luft. Sie können Monate und Jahre auch bei Trockenheit überleben; wachsen können sie aber nur in feuchter Umgebung.

Entstehung und Ursachen von Schimmelpilzen

Sie brauchen zum Wachsen verschiedene Faktoren wie Feuchtigkeit und Nährstoffe. Weitere Faktoren sind die Temperatur und der ph-Wert. Schimmel braucht weder Licht noch Sauerstoff, um zu wach-sen. Schimmelsporen sind sehr anspruchslos und können sich bei sehr geringer Nährstoffzufuhr aus-breiten, diese ist bereits durch einfachen Hausstaub ausreichender Anzahl vorhanden ist. Im Haus kann sich Schimmel auch auf Oberflächen bilden, die eher ungeeignet erscheinen und keine Nährstoffe enthalten. 

Der relevanteste Faktor bei der Schimmelbildung in Wohnräumen oder Kellern ist dementsprechend die Feuchtigkeit. Dabei entscheidet nicht allein die relative Luftfeuchte der Raumluft, ob sich Schimmel ausbreiten kann, sondern der Feuchtegehalt direkt über der Wandoberfläche - indirekte Durchfeuchtung. Wie hoch diese ist, hängt nicht nur von der Luftfeuchtigkeit der Raumluft und deren Temperatur ab, sondern auch von der Temperatur der Wand. 

Die meisten Schimmelpilze wachsen bei 80 bis 85 % relativer Luftfeuchte. Unter Ausnahmebedingungen kann sich Schimmel aber auch bereits bei 65 % oder bis annähernd 100 % relativer Luftfeuchte entwickeln.

Wenn dann nicht ausreichend Feuchtigkeitsdiffusion nach Außen erfolgt, findet Schimmel beste Bedingungen vor. Besonders im Winter sind bestimmte Wohnräume wie Schlafzimmer und Bad oder Küche gefährdeter als andere Räume. Wenn Schimmel in Wohnräumen auftritt und sich auf einer größeren Fläche verbreitet, kann die Sanierung des Schimmelbefalls schnell zu erheblichen Kosten führen. Um einen Schimmelbefall überhaupt sinnvoll entfernen und künftig vermeiden zu können, müssen die Ursachen geklärt werden.

Eine andere Ursachen der Schimmelpilzbildung ist die direkte Durchfeuchtung, die durch Leckagen, undichte Dächer, Keller, Risse in der Fassade, mangelnde oder fehlende Feuchtigkeitssperren entstehen kann. Je nachdem, wo der Wasserschaden auftritt und wie stark er ist, kann er leicht lokalisiert und beseitigt werden. Bleibt er länger unentdeckt, kann dies zu Schimmel führen.

Gesundheitsschäden durch Schimmel

Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze. Diese sind ein natürlicher Teil unserer natürlichen Umwelt und normalerweise harmlos. Sichtbare und unsichtbare Schimmel können jedoch erhebliche und zum Teil dauerhafte Erkrankungen auslösen. Diese reichen von Reizungen über Allergien bis hin zu Infektionen. Die ersten Symptome wie Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit sind nicht immer eindeutig und zum Teil ist der Weg für Betroffene bis zur richtigen Diagnose und Behandlung lang. 

Ob eine Gesundheitsgefahr von Schimmelsporen ausgeht, hängt von ihrer Konzentration und der Schimmelart  ab. Kleinere Mengen Schimmelsporen können auch über die Außenluft in den Raum geraten, diese geringen Konzentrationen sind jedoch im Allgemeinen ungefährlich, da sie bei ordnungsgemäßer Lüftung den Raum schnell wieder verlassen. Sind Wände, Decken, Böden oder Einrichtungsgegenstände in den Wohnräumen von Schimmel betroffen, steigt die Konzentration an Schimmelsporen in der Raumluft. In diesem Fall hilft meist kein regelmäßiges Lüften mehr, um den Schimmelbefall zu beseitigen, sondern nur noch eine fachgerechte Sanierung.

Teilweise bleibt Schimmel in Wohnräumen und der Bausubstanz lange unerkannt, dennoch befinden sich die Schimmelsporen bereits in der Raumluft. Die Sporen, die gefährliche Enzyme bilden, gelangen über die Atmung und die Haut in den menschlichen Körper. Schimmelpilze in Wohnräumen sind generell gesundheitsgefährdend und habe hier nichts zu suchen. Die durch die Schimmelpilze produzierten Giftstoffe, sogenannte Mykotoxine, können unterschiedlichste Krankheiten auslösen. Oft handelt es sich um Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen; einige Schimmelpilzarten stehen jedoch im Verdacht Krebs zu verursachen oder können zu schweren Organschäden bis hin zum Tod führen.

Viele Menschen leben jahrelang in einer schimmligen Wohnung. Auftretende Symptome werden dabei häufig nicht mit dem Schimmel in Verbindung gebracht und anderen Krankheiten zugeschrieben oder gar ignoriert. Wenn Ärzte keine definitive Ursache für die Symptome und Beschwerden finden können, sollte der Patient auf Schimmel als mögliche Krankheitsursache getestet werden. 

Der Suche nach der Schimmelursache, Entfernung des Schimmels und Sanierung  der befallenen Bauteile sowie auch der künftigen Vermeidung von Schimmel  kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Nur, wenn die Schimmelbelastung nachhaltig beseitigt und eine erneute Belastung verhindert wird, können gesundheitliche Risiken minimiert und bereits aufgetretene Krankheiten auf Grund des Schimmels sinnvoll therapiert werden.


Symptome und Anzeichen von Schimmelpilzsporen in der Raumluft 

  • Atembeschwerden, Atemnot, asthmatische Beschwerden
  • Aufstoßen, Erbrechen, Husten
  • Durchfall, Übelkeit, Überempfindlichkeiten
  • Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung der Schleimhäute in Augen und Nase
  • Migräne
  • Herz- und Lungenkrankheiten
  • Müdigkeit, Lethargie


Personen, die durch Schimmelpilzesporen gefährdet sind

Insbesondere Menschen, deren Immunsystem schon durch eine (chronische) Vorerkrankung geschwächt ist, stellt Schimmel in den Wohnräumen eine große Gefahr dar. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder Atemwegserkrankungen machen generell anfälliger für Infektionen und Giftstoffe. 

Außerdem können auch Säuglinge und Kinder bleibende Schädigungen erleiden. Kinder reagieren sensibler auf Umweltgifte und haben noch keine ausreichenden Abwehrkräfte ausgebildet. Ihr Allergierisiko steigt, wenn sie in einer schimmelbelasteten Wohnung leben.


 
 
 
 
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